Harninkontinenz
bei Frauen

1. Belastungsinkontinenz

Sie ist die häufigste Harninkontinenzform, die z.B. beim Husten, Niesen, Bücken oder abrupter körperlicher Arbeit auftritt. Ursachen sind ein ungenügender Verschluß der Harnblase, infolge einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur z.B. durch Absinken der Blase, der Gebärmutter, Entbindungen, Bindegewebsschwäche oder Alterungsprozesse.

Therapie:

  • Intensives Beckenbodentraining zur Kräftigung der geschwächten Muskulatur
  • Wärmeanwendung

Die erlernten Übungen sollten von Ihnen in den Alltag eingebaut und so immer intensiver verinnerlicht werden.

2. Dranginkontinenz

Dranginkontinenz ist eine Überaktivität der Blasenmuskulatur. Ursachen können chronische Blasenentzündungen, Stress, Nervenerkrankungen oder Stoffwechselstörungen sein. In den meisten Fällen ist die Dranginkontinenz aber nicht auf eine organische Störung zurückzuführen.

Folgende Therapieformen sind hilfreich:

  • Entspannungstherapie
  • Wärmeanwendung im unteren Beckenbereich
  • gezieltes Blasen- und Toilettentraining
  • Beckenbodentraining

Kassen- und Privatpatientinnen benötigen eine ärztliche Verordnung